Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Goldstreifiger Prachtkäfer (Buprestis splendens)

Gold in den Wipfeln

Der Goldstreifige Prachtkäfer lebt in den Wipfelbereichen von Baumkronen. In Deutschland kam die Art wohl bis etwa 1900 nur in Bayern vor, gilt aber heute als ausgestorben. Weitere historische Belege existieren aus dem ehemaligen Preußen und Sachsen. Auf der europäischen Roten Liste wird der Goldstreifige Prachtkäfer als gefährdet eingestuft.Über die Entwicklung der Tiere sowie ihre Lebensraumbindung ist nur wenig bekannt. Die Larven entwickeln sich in abgestorbenen rindenlosen Stämmen und Kronenästen von Kiefern, evtl. auch in Lärchen. Aufgrund seiner Körpergröße und eindrucksvollen metallischen Färbung ist der Goldstreifige Prachtkäfer ein wahres Juwel der europäischen Käferfauna.

Merkmale des Goldstreifigen Prachtkäfers

Weibchen des Goldstreifigen Prachtkäfers, der seit über 100 Jahren in Deutschland als ausgestorben gilt (Foto: Niehuis 2004; mit freundlicher Genehmigung des Verfassers)
Weibchen des Goldstreifigen Prachtkäfers

Lebensraum

Lebensraum des Goldstreifigen Prachtkäfers in Österreich (Foto: Krainer/Arge NATURSCHUTZ)
Lebensraum des Goldstreifigen Prachtkäfers in Österreich

Der Lebensraum des Goldstreifigen Prachtkäfers sind die Baumwipfel abgestorbener alter Nadelbäume, hauptsächlich Kiefern. Besonders auffällig ist die Urständigkeit mit hohem Totholzangebot an den wenigen bekannten mitteleuropäischen Fundorten.

Foto: Aufbau des Kiefernbestandes im Natura 2000-Gebiet „Schütt“ in Kärnten, Österreich. In dieser Region wurde 2001 der Goldstreifige Prachtkäfer nach 100-jähriger Abwesenheit wieder gefunden.

 

Verbreitung

Literatur

Literatur

Letzte Änderung: 01.01.2012

 Artikel drucken