Bundesamt für Naturschutz

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Lokale Population & Gefährdung

Abgrenzung der lokalen Population

Die letzten deutschen Vorkommen in Brandenburg sind seit über 15 Jahren ohne aktuellen Nachweis. Jedes Standgewässer mit neu entdecktem Vorkommen wäre daher von anderen Populationen äußerst isoliert und als lokale Population zu betrachten.

Gefährdungsursachen

Die Wasserfalle ist hauptsächlich durch Nährstoffeintrag und Wasserstandsschwankungen, sowie zu starke Beschattung durch Ufergehölze gefährdet.

Land- und Forstwirtschaft

Folgende Bewirtschaftungsmaßnahmen können sich nachhaltig auf Vorkommen der Wasserfalle auswirken:

  • Nährstoffeintrag in die Gewässer durch intensive Land- und Forstwirtschaft in der Umgebung, dadurch:
    • Verschlechterung der Wasserqualität
    • Erhöhung der Konkurrenz durch andere Wasserpflanzen
  • Zu starke Beschattung der Wuchsorte durch angrenzende Ufergehölze

Sonstige

  • Verlandung der besiedelten Gewässer
  • Wasserstandsschwankungen [traf allerdings nicht auf (ehemalige) Wuchsorte in Deutschland zu]
  • Wasserbauliche Maßnahmen (Regulierung der Gewässer, Verbau von Ufern etc.)
  • Zu starke Nährstoffeinträge über Luft, Intensivierung der Gewässernutzung oder Abwasser

Überblick zum Status der Art

SynonymeWasserfalle, Aldrovande
FFH-RichtlinieII, IV
Rote Liste Deutschland (Ludwig & Schnittler 1996)1 (Vom Aussterben bedroht)
Rote Liste Europa (Bilz et al. 2011)DD (Daten ungenügend)
Verantwortlichkeit (Ludwig et al. 2007)Daten ungenügend, evtl. erhöhte Verantwortlichkeit zu vermuten
Erhaltungszustand in den biogeografischen Regionen gemäß Nationaler Bericht 2013Kontinentale Region: ungünstig – schlecht