Bundesamt für Naturschutz

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Vorblattloses Leinblatt (Thesium ebracteatum)

Facettenreich und unscheinbar

Das sehr seltene Vorblattlose Leinblatt trifft man in Deutschland nur noch an vier Wuchsorten in Niedersachsen und in Brandenburg an. Die leicht zu übersehende und von Ameisen verbreitete Pflanze ist in der Lage, Nährstoffe von anderen Pflanzen abzuzweigen. Das Vorblattlose Leinblatt besiedelt in Deutschland sandige, saure und wärmebegünstigte Standorte auf Heiden und Magerrasen. Eine Überwinterung wird durch eine unterirdisch verdickte Sprossachse gewährleistet, welche im Frühjahr wieder austreibt. In Deutschland ist diese Art mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Merkmale des Vorblattlosen Leinblatts

Vorblattloses Leinblatt - eine Rarität auf Heiden und Magerrasen. Foto: Eckhard Garve.
Vorblattloses Leinblatt

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Lebensraum

Typischer Standort des Vorblattlosen Leinblatts auf einem Magerrasen. Foto: Michael Hassler.
Lebensraum

Das Vorblattlose Leinblatt besiedelt sandige, bodensaure und sommerwarme Standorte in Heiden, Borstgrasrasen oder Sandmagerrasen. Der kleinräumige Wechsel trockener und wechselfeuchter Standorte an Rändern von Urstromtälern und Endmoränen wird bevorzugt. Offensichtlich ist ein oberflächennahes Durchströmen von etwas basenreichen Wassers erforderlich. Alle Wuchsorte zeichnen sich durch nährstoffarme Böden ohne starke Humusauflage aus. In Brandenburg kommt die Art in Magerrasen, die zum frischen Grünland überleiten, vor. Der einzige niedersächsische Wuchsort liegt in lehmigen Bereichen einer Sandheide. Ursprüngliche Lebensräume waren vermutlich lichte Kiefern-Heide-Wälder.

Literatur

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