Bundesamt für Naturschutz

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Sumpf-Siegwurz (Gladiolus palustris)

Liebling der Ritter – Juwel der Sümpfe

Mit ihren leuchtend purpurnen Blüten bildet die Sumpf-Siegwurz den sommerlichen Höhepunkt in der Blütenfolge der Streuwiesenpflanzen. Außerhalb der Blütezeit ist sie durch ihre grasähnlichen Blätter sehr schwer zu entdecken. Sie besitzt eine unterirdische Knolle, die von einem Fasernetz umgeben ist. Da dieses Fasernetz einem Kettenhemd gleicht, galt im Mittelalter ein Ritter, der die Knolle unter seiner Rüstung trug, als unverwundbar. Vom Rückgang der Streuwiesen ist auch der Bestand der Sumpf-Siegwurz betroffen. Sie gilt in Deutschland als stark gefährdet.

Merkmale der Sumpf-Siegwurz

Die Sumpf-Siegwurz besitzt einen auffälligen Blütenstand mit purpurnen, glockigen Blüten. Die unteren Blütenblätter haben in der Regel innen ein weiß und dunkelrot gestreiftes Muster. Die Blätter der Sumpf-Siegwurz sind blaugrün und schwertförmig. Foto: Christina Meindl.
Sumpf-Siegwurz

Lesen Sie mehr über die Merkmale der Sumpf-Siegwurz.

Lebensraum

Die Sumpf-Siegwurz kann neben Kalk-Flachmooren und Knollendistel-Pfeifengraswiesen auch Halbtrockenrasen besiedeln. Foto: Christina Meindl.
Lebensraum

Die Sumpf-Siegwurz besiedelt im alpennahen Bereich vor allem wechselnasse bis wechselfeuchte kalk- und basenreiche, aber nur nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Böden. Ihre Lebensräume sind Kalk-Flachmoore und Knollendistel-Pfeifengraswiesen. In den vielgestaltigen Flussschotterheiden z.B. des Lechs und der Isar und an einigen Jungmoränen-Standorten besiedelt die Art neben wechselfeuchten Bereichen vor allem Halbtrockenrasen. Einige alpennahe Vorkommen besiedeln als natürliche Wuchsorte außerdem wechselfrische Mergel-Rutschhänge, deren Standorte einem ständigen natürlichen Wandel unterworfen sind.

 

 

Literatur

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