Bundesamt für Naturschutz

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Sumpf-Engelwurz (Angelica palustris)

Ohne nasse Füße geht es nicht!

Die Sumpf-Engelwurz wächst am liebsten dort, wo vor allem im Frühjahr nasse Bodenbedingungen vorherrschen. Viele Feuchtwiesen und Sümpfe wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts allerdings entwässert, intensiv genutzt und teilweise sogar in Ackerland umgewandelt. In Deutschland gibt es nur noch ca. 15 Bestände der Sumpf-Engelwurz in traditionell bewirtschafteten Feuchtwiesen und Staudenfluren. Die Art gilt mittlerweile als stark gefährdet. Da sie sich ausschließlich über Samen vermehren kann und nach der Blüte abstirbt, spielt der Mahdzeitpunkt für den Fortbestand dieser Art eine wichtige Rolle.

Merkmale der Sumpf-Engelwurz

Die Sumpf-Engelwurz ist ein weiß-blühender Doldenblütler und wird bis über einen Meter groß. Foto: Heiko Korsch.
Sumpf-Engelwurz

In ihrem Aussehen ähnelt die Sumpf-Engelwurz dem Giersch und der Wald-Engelwurz. Lesen Sie mehr über die Merkmale der Sumpf-Engelwurz.

Lebensraum

Lebensraum der Sumpf-Engelwurz. Foto: Thomas Muer.
Lebensraum der Sumpf-Engelwurz

Die Sumpf-Engelwurz bevorzugt wechselnasse Standorte, welche im Frühjahr sehr nass sind und dann im Laufe des Sommers etwas abtrocknen. In Staudenfluren und auf brach gefallenen Wiesen kommt sie zwar auch vor, am besten gedeiht sie jedoch langfristig auf Feuchtwiesen – vorausgesetzt diese werden so bewirtschaftet, dass sie regelmäßig Früchte ausbilden kann.

 

Literatur

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