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Becherglocke (Adenophora liliifolia)

Rarität an der Isar

Die Becherglocke ist ein auffälliges Glockenblumengewächs. Sie zählt zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands. Man findet sie nur mehr im Isar-Mündungsgebiet und im unteren Isar-Tal bei Wallersdorf. Die mehrjährige Staude besiedelt in Deutschland v.a. Auenböden mit mäßiger Nährstoffversorgung. Auffällig ist, dass das Erscheinungsbild der Becherglocke sowohl hinsichtlich Blattform wie auch Wuchshöhe sehr stark schwanken kann. Je nach Umweltbedingungen kommen Zwergexemplare mit nur 30 cm Höhe vor, oder aber bis zu 2 m hohe imposante Exemplare mit über 100 Blüten pro Stängel.

Merkmale der Becherglocke

Die Becherglocke. Foto: Martin Scheuerer.
Becherglocke

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Lebensraum

Die Becherglocke findet man in Deutschland in Pflanzengesellschaften der Auen. Sie ist auf eine gute Wasserversorgung angewiesen und gedeiht sowohl im vollen Sonnenlicht als auch im Halbschatten. Zu starke Beschattung verträgt sie jedoch nicht. Für die Art stellt nicht nur die Ausdunkelung der Wuchsorte eine Bedrohung dar, sondern auch die Verdrängung durch konkurrenzkräftigere Pflanzenarten.

Literatur

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