Bundesamt für Naturschutz

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Kreuzkröte (Bufo calamita)

Klein und flink wie eine Maus

Die erste Begegnung mit einer Kreuzkröte ist immer außergewöhnlich: Ihr flinkes Krabbeln über den Boden erinnert mehr an eine Maus als an einen Frosch. Leider wird man nicht mehr häufig Zeuge dieses Anblicks, denn ihr natürlicher Lebensraum im Überschwemmungsbereich natürlicher oder naturnaher Flussauen ist weitgehend verschwunden. Zum Glück konnte die Kreuzkröte als Kulturfolger auf vom Menschen geschaffene, trocken-warme, offene Lebensräume (z.B. Sand- und Kiesgruben) ausweichen. Aber auch dort stehen oft die Wiederverfüllung oder nach Nutzungsaufgabe die schnelle Rückeroberung der bewuchsfreien Flächen durch Gräser, Kräuter und Gehölze der Erhaltung günstiger Lebensbedingungen entgegen.
Als Laichgewässer nutzt unsere kleinste einheimische Kröte zumeist unbewachsene und voll besonnte Pfützen, Fahrspuren und andere nur zeitweilig wasserführende Tümpel.

Merkmale der Kreuzkröte

Deutlich zu erkennen ist der für Kreuzkröten charakteristische helle Streifen, der sich in einer Linie über den Rücken (das namensgebende „Kreuz“) zieht. Foto: Frank Grawe.
Kreuzkröte

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Lebensraum

Lebensraum der Kreuzkröte. Foto: Frank Grawe.
Lebensraum der Kreuzkröte

Die in Folge von Hochwässern einer ständigen Veränderung unterworfenen Auen natürlicher oder naturnaher Flüsse sind die ursprünglichen Lebensräume der Kreuzkröte. Gekennzeichnet sind ihre Lebensstätten durch das völlige oder weitgehende Fehlen von Pflanzenbewuchs und durch das Vorhandensein flacher, meist nur zeitweise wasserführender Kleingewässer. Ähnliche Lebensbedingungen bieten in der heutigen Kulturlandschaft Abgrabungsflächen sowie militärische Übungsflächen und im Siedlungsbereich Industriebrachen sowie Bergehalden. Für das Überleben der Pionierart Kreuzkröte sind diese vom Menschen geschaffenen Lebensräume in Deutschland von größter Bedeutung.

 

 

Literatur

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