Bundesamt für Naturschutz

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Alpen-Kammmolch (Triturus carnifex)

Ein Neubürger im Süden Deutschlands

Neben dem in ganz Deutschland verbreiteten Nördlichen Kammmolch (Triturus cristatus) findet sich im Süden Bayerns ein zweiter, etwas kleinerer Vertreter aus dem Verwandtschaftskreis der Kammmolche – der Alpen-Kammmolch. Er ist dort vor knapp 20 Jahren durch den Menschen angesiedelt worden. Die Tiere selbst stammen ursprünglich aus Kroatien. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art befindet sich in den südlichen Alpen, in Italien und im Nordwesten des Balkans.
Im Berchtesgadener Land existiert darüber hinaus eine natürliche Überlappungszone mit dem nördlich verbreiteten Kammmolch. Dort existieren aktuell aber nur Vorkommen von Kreuzungstieren, die sowohl Merkmale des Nördlichen als auch des Alpen-Kammmolches aufweisen.
Zur Fortpflanzung werden in der Regel pflanzenreiche, ganzjährig wasserführende Gewässer aufgesucht. Dort verbringen die Tiere auch einen Teil des Sommers, bevor sie im August die Landlebensräume aufsuchen.

Merkmale des Alpen-Kammmolches

Der Alpen-Kammmolch. Foto: Piet Spaans.
Der Alpen-Kammmolch

Vom äußeren Erscheinungsbild ähnelt der Alpen-Kammmolch seinem nördlichen Verwandten, dem Kammmolch. Im Gegensatz zum Nördlichen Kammmolch sind die Flanken des Alpen-Kammmolches kaum gepunktet.

Lesen Sie mehr über die Merkmale des Alpen-Kammmolches.

Lebensraum

Kleingewässer mit starkem Pflanzenbewuchs als typische Lebensstätte des Alpen-Kammmolches. Foto: Hartwig Böhmer.
Lebensraum Alpen-Kammmolch

Der Alpen-Kammmolch besiedelt bevorzugt Gewässer mit starkem Pflanzenbewuchs. Es kann sich dabei um Altarme, Teiche, Tümpel oder Wassergräben handeln – vorausgesetzt, sie weisen eine gewisse Größe und Tiefe auf. Fehlen entsprechende Gewässer, kann er auch auf seichte Kleingewässer wie Felswannen oder Gartenweiher ausweichen.

 

Verbreitung

Literatur

Literatur